Dienstag, 19. April 2011

Die Computerwerbung der Zukunft?

Wie jeden Samstag schieben sich die Massen durch die Fußgängerzone meiner Stadt und jagen nach neuen Schnäppchen. Es ist auch nicht verwunderlich, da passend zum Wochenende die großen Kaufhäuser mit tollen Angeboten locken. Auch mich hielt es nicht in meiner kleinen Wohnung denn das gute Wetter wollte ich einfach genießen und ein wenig durch die Stadt bummeln. Es ist gut, wenn man einfach rumschlendern kann ohne etwas kaufen zu müssen. Die richtigen Schnäppchen schlage ich ja fast nur im Internet wenn ich mich ausgiebig über bestimmte Sachen informiere und die Preise vergleiche.

Klar halte ich die Augen offen, vor allem die Werbung der Elektroläden interessiert mich immer sehr und ich frage mich, ob die Leistung des Computers der da so beworben wird auch allen Erwartungen entspricht. Denn manchmal sind vermeintlich langsame Computer sogar die besseren Systeme. Oft liegt es an dem perfekten Zusammenspiel zahlreicher Komponenten und man kriegt seinen alten Computer auch schnell wieder auf Vordermann wenn man in etwa weiß, welche Leistungsoptimierung sinnvoll ist. Für den Gamer ist die Grafikkarte wichtig, für rechenintensive Programme ein großer Arbeitsspeicher und für Online-Anwendungen eine gute Netzwerkverbindung um die Internetgeschwindigkeit voll auskosten zu können. Die angebotenen Rechner sind deshalb oft Allrounder, die alles ganz gut können und für den Massenmarkt durchaus geeignet sind. Anspruchsvolle Computernutzer werden aber gegebenenfalls mit der Schnelligkeit des PCs nicht zufrieden sein und müssten sich eine schnellere Festplatte zulegen. Es ist wie beim Autotuning: Die Basis ist für den Massenmarkt hergestellt und individuelle Veränderungen geben dem Produkt die persönliche Note.

Irgendwie musste ich bei diesem Vergleich mit dem Automobilmarkt innerlich lachen. Denn tatsächlich ist vor allem in der Werbung eine deutliche Parallele zu entdecken. Autos und Computer werden immer in Leistung bemessen. 200PS oder 4GHz RAM, das sind die Eckdaten an denen Geschwindigkeit gemessen wird. Es muss immer schneller, kräftiger und leistungsfähiger sein, auf Gefahren wird jedoch nicht hingewiesen. Dass im Straßenverkehr eine gewisse Unfallgefahr besteht, weiß natürlich jeder. Dass beim Computer, vor allem im Internet, ebenfalls Gefahren lauern wird gerne verschwiegen. Dabei sind Viren und Trojaner allgegenwertig. Die Automobilbranche wirbt ja schon längst mit Sicherheitspaketen wie ABS, ESP oder Airbags. Vielleicht wird auch die Computerindustrie bald offensiv mit eingebauter Antiviren-Software, Spyware-Blocker und perfekten Datenschutz im Internet werben. Das wäre sicherlich ein Alleinstellungsmerkmal.

Bis es soweit kommt, werden einem wohl weiter nur technische Daten um die Ohren geworfen. Wahrscheinlich macht man das, weil man Leute mit möglichst großen Zahlen bei einem PC prima beeindrucken kann. Man fragt ja bei einer Digitalkamera oftmals auch eher nach der Zahl der Pixel als nach der Brennweite des Objektivs. Die wirklich interessanten Fakten wandern zunehmend in den Hintergrund. Ich werde aber weiter wachsam durch die Stadt schlendern und mich bei vermeintlichen Angeboten nicht durch aufregende Zahlenkolonnen blenden lassen!

Mittwoch, 13. April 2011

Mehr Viren gehen fast nicht!

Ich musste sehr schmunzeln, als ich kürzlich einen Artikel über eine Frau aus Niedersachsen las. Es kam mir einfach so unfassbar vor. Auf dem PC der jungen Dame befanden sich nicht weniger als 3.800 Viren und Trojaner! Natürlich hat jeder Computernutzer, der sich regelmäßig im Internet aufhält hin und wieder mal schädliche Software oder unerwünschte Eindringlinge auf dem Rechner. Doch diese Menge klingt schon beinahe rekordverdächtig.

Was mich jedoch wundert ist die Tatsache, wie diese Verseuchung des PCs überhaupt ans Licht gekommen ist. Anscheinend hat sich die Frau nicht einmal über ihren langsamen Computer gewundert. Dabei müssten die Viren die Leistung des Computers eigentlich in die Knie gezwungen haben. Jeder Start des Systems hat sicherlich ewig gedauert. Das Ausmaß der Katastrophe wurde erst bekannt, als Cyberkriminelle Zugangsdaten und TAN für das Online-Banking stahlen und Geld abbuchten. Die Frau erklärte den ermittelnden Polizeibeamten, dass Sie ihre Daten in einem Pop-up Fenster ihrer vermeintlichen Bank eingegeben habe. Sie ist auf eine Masche hereingefallen, die bei Kriminellen immer beliebter wird. Banking-Portale werden geschickt fingiert, so dass der Betrugsversuch auf dem ersten Blick nicht auffällt. Das Layout ist an das Corporate Design der Bank angelehnt, die eingegebenen Daten landen jedoch bei den Betrügern, die diese für ihre illegalen Aktivitäten missbrauchen.

Als die geschädigte Frau feststellte, dass kurz darauf wieder Geld von ihrem Konto an eine ihr unbekannten Person überwiesen wurde, erstattete sie Anzeige. Das Betrugskommissariat überprüfte daraufhin den PC und fand dabei auf der Festplatte rund 3.800 Viren und Trojaner. Mit Sicherheit war allein schon die Entfernung der Festplatte eine einzige Leistungsoptimierung. In so einem Extremfall lohnt es sich nicht, die Malware mühsam zu entfernen. Da hilft eigentlich nur eine neue, schnellere Festplatte und eine komplette Neuinstallation des Betriebssystems. Neben den überflüssigen Dateien sind dann zwar auch persönliche Daten futsch aber ich kann mir nicht vorstellen, dass überhaupt noch etwas zu retten war.

Wenn ich daran denke, wie stark bei mir einmal unerwünschte Spyware die Schnelligkeit des PCs gedrosselt hat, wage ich nicht im geringsten auszumalen, wie langsam der Computer der Frau gewesen sein muss. Man kann nur hoffen, dass sie daraus gelernt hat und ihren PC in Zukunft gegen Viren, Trojaner und andere Angriffe aus dem Internet absichert. Eine Firewall hält sicher schon einiges an Schadsoftware zurück. In Kombination mit einem regelmäßig aktualisierten Antiviren-Programm ist eine solche Virenmenge auf jeden Fall unmöglich. Aber wahrscheinlich wäre ihr der Schaden dennoch entstanden. Die TAN, die sie preisgegeben hat, wurden nämlich nicht durch Überwachungssoftware ermittelt sondern über eine fingierte Eingabemaske ihrer Bank. Die Technik mag vielleicht durch Neuerungen zu bezwingen sein, die größte Fehlerquelle ist und bleibt jedoch der Mensch. Man muss daher vor allem im Internet seine Augen offenhalten und alles kritisch hinterfragen.

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Mittwoch, 6. April 2011

Wo ist denn hier das Internet?

Als ich mich heute, wie jeden Morgen, in meinen Email-Account einloggte, war ich sehr verwundert über eine Nachricht meines Email-Anbieters. Man gratulierte mir ganz herzlich, dass ich schon seit 10 Jahren treuer Kunde bin und man sich bei mir mit einem Gutschein für ein Online-Versandhaus bedanken wollte. Da ich mir gerade ein paar DVDs rausgesucht hatte, die ich mir gerne kaufen wollte, kam mir der Gutschein sehr gelegen. Während ich im Internet surfte fiel mir ein, wann ich meine Email-Adresse erstellt habe.

Ich war damals noch in der Schule und irgendwann bekam die Schulleitung durch Sponsoren einen eigenen Computerraum gestiftet. Die langsamen Computer, die vereinzelt in einigen Räumen rumstanden, wurden ausgemustert und mit den neuen PCs die gesamte Computerleistung unserer Schule um ein Vielfaches erhöht. Natürlich wurden die Computer auch vernetzt, wobei zu dem Zeitpunkt nur die Computergenies genau wussten, was es mit dem Internet auf sich hat. Als ein Mitschüler einmal zu mir sagte „wir gehen mal ins Internet“, habe ich ihr erstmal gefragt wo denn hier so ein Internet sei.

Irgendwann wurde der Umgang mit dem Computer routinierter und man nutzte das Medium häufiger im Unterricht. So kam es auch, dass wir im Englisch-Kurs eine Email an eine englische Privatschule schicken sollten um uns so über die Schule zu informieren. Dazu musste ich erst einmal eine Email-Adresse einrichten - das war vor genau 10 Jahren. Seitdem sind zahlreiche Nachrichten in meinem Postfach gelandet, von einigen Viren und Trojanern mal ganz abgesehen. Mittlerweile ist der Spam-Schutz aber schon so gut konfiguriert, dass bösartige Software oder Spyware, die sich in dubiosen Mails versteckt, direkt aussortiert wird.

Als ich neulich zu Besuch an meiner alten Schule war habe ich gemerkt, welche Bedeutung der Computer im heutigen Schulalltag eingenommen hat. Die Leistung des PCs und die Internetgeschwindigkeit ermöglichen es, dass die Schüler Videokonferenzen mit Schülern aus anderen Ländern führen und so aus erster Hand Erfahrungen austauschen können. Schmunzelnd musste ich bei einem Blick durch den Computerraum feststellen, dass sich einiges nicht geändert hat: Auch heute surft man immer auf anderen Websites wenn der Lehrer gerade wegguckt. Bei uns waren es noch einfache Internetseiten ohne viel Aufwand, heute sind es in erster Linie Soziale Netzwerke. Jeder Schüler scheint ein Profil bei Facebook zu haben und während wir noch heimlich Zettelchen im Unterricht weitergereicht haben, schickt man jetzt einfach kurze Nachrichten.

Irgendwie bin ich froh, dass ich meinen Schulalltag größtenteils ohne Computer verbringen konnte. Wobei mir ein Nachschlagewerk wie Wikipedia sehr viel Arbeit bei Referaten erspart hätte. Gelernt habe ich trotzdem was. Und hätte ich vor 10 Jahren nicht meinen Email-Account erstellt, dann hätte ich heute nicht den Einkaufsgutschein. So hat das Internet doch was Gutes!

Mehr Interessantes gibt es auch hier: PCPrima

Montag, 28. März 2011

PC Prima hilft: Sichere Passwörter erstellen

Eigentlich sollten Passwörter davor schützen, dass Unbefugte Zugang zu Emailkonten oder sonstigen sensiblen Daten bekommen. Offensichtlich ist das bei vielen Computernutzern noch nicht ganz vorgedrungen. Sie sehen Passwörter als lästig an, anders lässt sich nicht erklären, weshalb sich einige keine Mühe bei der Wahl eines sicheren Schutzes machen. Erschreckend viele Passwörter sind so leicht zu knacken, dass man noch nicht einmal spezielle Software dafür benötigt. Der Name des Partners, die Zahlenreihe 123456 oder die einfache Wiederholung „Passwort“ bieten keinen ausreichenden Schutz.

Natürlich muss man sich heutzutage viele Sachen merken wie, die PIN für das Handy oder die Geheimnummer der EC-Karte. Daher liegt die Versuchung nahe, möglichst einfache Passwörter zu verwenden oder aber dasselbe Passwort für unterschiedlichste Anwendungen. Wer für Soziale Netzwerke, Facebook, Twitter und seinen Email-Account dasselbe Passwort benutzt läuft Gefahr, dass es irgendwann einmal geknackt wird und somit Zugang zu allen Konten besteht.

Begriffe, die in jedem Wörterbuch stehen sind zwar leicht zu merken, aber als Passwort absolut ungeeignet. Die Computerleistung eines durchschnittlichen PCs ist schon ausreichend, um mit entsprechender Software innerhalb kürzester Zeit solche Begriffe in zahlreichen Sprachen als mögliches Passwort auszuprobieren. Selbst Zahlen, häufig Geburtsdaten, sind unzureichend. Wirklich sichere Passwörter sollten sowohl Buchstaben in Groß- und Kleinschreibung, als auch Zahlen und Sonderzeichen in Kombination enthalten. Wichtig ist, dass diese Passwörter keinen logischen Sinn ergeben! Wer viel unterwegs ist sollte bei der Verwendung von Sonderzeichen jedoch bedenken, dass diese nicht auf jeder Tastatur verfügbar sind. So kommt es schonmal vor, dass der Datenschutz im Internet so gut funktioniert, dass man von seinem Urlaubsort nicht auf seine Emails zugreifen kann, weil einige Zeichen nicht direkt, sondern nur über Umwege eingegeben werden können. Wer jedoch immer am selben Arbeitsplatz sitzt, kann von der zusätzlichen Sicherheit von Sonderzeichen profitieren.

Gute Passwörter umfassen mindestens 8 Zeichen. Die Leistung des PCs ist zwar in der Lage auch für lange Passwörter sämtliche Kombinationsmöglichkeiten auszuprobieren aber der Zeitunterschied im Vergleich zu kurzen Passwörtern ist immens. Je länger die Passwörter sind und je größer die Kombination aus Zahlen, Sonderzeichen sowie Groß- und Kleinschreibung, desto größer ist der Aufwand das Passwort zu knacken.

Um die Sicherheit zusätzlich zu erhöhen, sollte der Passwortschutz regelmäßig erneuert werden. Immer mehr Cyberkriminelle versuchen über Trojaner an sensible Daten zu gelangen. Überwachungssoftware wird unbemerkt auf dem PC installiert und protokolliert die eingegebenen Zugangsdaten. Wenn diese Daten über das Internet übermittelt werden, haben die Kriminellen freien Zugang. Auch Phishing-Attacken sind häufig verbreitet um über fingierte Internetseiten an Passwörter und Kenndaten zu gelangen. Ersetzt man das Passwort in regelmäßigen Abständen, sind diese Daten wertlos und der Zugang zum Konto bleibt Unbefugten weiter verwehrt.

Für einen sicheren Passwortschutz ist ein hohes Maß an Kreativität gefragt. Doch wer im Internet sicher unterwegs sein will und an seinem PC prima arbeiten möchte, sollte sich diese Mühe machen.

Mehr Infos gibt es bei PC Prima.

Donnerstag, 17. Februar 2011

PC Prima fragt: Wo sitzt das Problem?

Langsame Computer können einen manchmal den letzten Nerv rauben. Je älter das Gerät ist und je mehr Personen den PC nutzen, desto anfälliger ist er für Störungen. Mein Chef behauptet immer, dass in den meisten Fällen das Problem vor dem Computer sitzt. Besonders häufig fällt dieser Spruch, wenn mein Rechner bei der Arbeit wieder unkontrolliert abgestürzt ist und ich ihn danach gar nicht mehr starten kann. Ich kontrolliere dann sämtliche Kabel, Stecker und Schalter und bitte auch Kollegen um Hilfe und lasse mir von ihnen versichern, dass eigentlich alles in Ordnung ist. Wenn ich dann meinem Chef das Problem geschildert habe ist der Vorführeffekt natürlich immer groß: Er muss nur den Startknopf drücken und der PC wird hochgefahren als wäre nie etwas anderes gewesen und es sieht wieder einmal so aus, als säße das Problem vor dem Computer. Er lässt sich den Spaß auch nicht nehmen mir immer wieder zu versichern, dass die Firewall so perfekt eingestellt ist, dass Viren und Trojaner gar keine Chance haben irgendeine Malware zu installieren, die die Leistung meines Computers gefährdet.

Ich bin mir dennoch sicher, dass die Schnelligkeit des PCs in den letzten Monaten nachgelassen hat und das er immer häufiger abstürzt, ist auch meinen Kollegen aufgefallen. Als die Computer im Büro aufgerüstet wurden, bekam auch mein Rechner endlich eine zusätzliche, zwar gebrauchte, aber dennoch wesentlich schnellere Festplatte. Ich war recht zuversichtlich, dass durch die Leistungsoptimierung das alte Problem behoben ist und ich endlich ohne unkontrollierte Abstürze arbeiten kann. Ein paar Tage ging es gut, dann konnte ich morgens den Rechner wieder nicht starten und auch meinem Chef und dem hinzu gerufenen IT-Spezialisten gelang es nicht. Der Fehler schien tatsächlich mal im System zu sitzen und nicht davor! Diagnostiziert wurde ein defektes Netzteil, das ab und an die Stromzufuhr unterbrach und somit den PC abstürzen ließ. Mein Chef ließ das jedoch nicht weiter davon abhalten, scherzhaft mich als das eigentliche Problem anzusehen.

Was die Schnelligkeit des Computers angeht, konnte ich immerhin zu einer Lösung beitragen. Die Vorgängerin an meinem Computer-Arbeitsplatz hatten nämlich nie den Cache und die Cookies des Browsers geleert wenn Sie damit im Internet unterwegs waren. Im Laufe der Zeit haben sich so zahlreiche temporäre Dateien angesammelt, die die Ressourcen des Systems ziemlich in Anspruch genommen haben. Viren oder gar Spyware war zwar nicht dabei, dafür war die Firewall wohl tatsächlich gut eingestellt, aber der ganze restliche Datenmüll hätte auch schon längst mal gelöscht werden können. Obwohl es recht interessant zu sehen wäre wonach Mitarbeiter während der Arbeitszeit alles suchen, befürworte ich den Datenschutz im Internetund im Alltag. Deshalb habe ich diese persönlichen Informationen sofort gelöscht bevor mein Chef mal wieder behauptet, dass das Problem vor dem Computer sitzt und er sich davon trennen muss...

Vielleicht schaut ihr auch mal bei Twitter vorbei: PC Prima

Montag, 14. Februar 2011

Wenn Facebook ein Staat wäre...

Ich habe letztens gehört, dass mittlerweile mehr als 500 Millionen Menschen Mitglied bei Facebook sind. Das ist eine unvorstellbar große Zahl. Wäre Facebook ein Staat, wäre er nach China (ca. 1,3 Milliarden) und Indien (ca. 1,1 Milliarden) einer der bevölkerungsreichsten der Welt. Im Netzwerk sind Menschen jeglicher Herkunft und Nationalität vertreten und es spricht mehr Sprachen als Babylon. Für viele Menschen ist dieses Soziale Netzwerk eine zweite Heimat, in der sie ihr Leben mitteilen und mit Millionen Menschen auf der ganzen Welt teilen. Da fragt man sich, wieso es im Internet klappt, dass die Menschen miteinander umgehen können, während es im wahren Leben täglich Kriege, Krisen und Konflikte gibt. Wahrscheinlich liegt es daran, dass es bei Facebook nur eine Meinung gibt, die man in Form eines Buttons zum Ausdruck bringen kann: „Gefällt mir“!

Innerhalb weniger Jahre hat sich Facebook zu einem globalen Netzwerk ausgeweitet und lokalen Netzwerke wie studivz oder XING in Deutschland massenhaft Mitglieder abgeworben. Selbst lange Zeit fest etablierte Netzwerke wie Myspace mussten vor dem Branchen-Riesen kapitulieren und fristen nun lediglich noch ein Nischen-Dasein.

Welchen Einfluss Soziale Netzwerke haben, ist im Internet jederzeit ersichtlich. Von Obama bis Merkel, jede Person des öffentlichen Lebens ist mit einem eigenen Profil vertreten. Wenn sich also Staatsoberhäupter diesem virtuellen Staat als Untertan anschließen, sind die Machtverhältnisse deutlich. Facebook ist der absolute Global Player, die virtuelle Supermacht, die in den USA bereits beliebter ist als Google und auch in Zukunft durch zahlreiche Neuerungen alles daran setzen wird, die Nummer 1 im Internet zu werden.

Die politische Einflussnahme des „Staates“ Facebook wurde in den vergangenen Wochen deutlich, als sich die Bevölkerung Ägyptens gegen die diktatorische Führung ihres Staatsoberhauptes auflehnte. Schnell war von der „Facebook-Revolution“ die Rede, da sich vor allem junge Leute auf diese Weise organisierten und ständig untereinander vernetzt wahren. Selbst Versuche des Staates den Internetzugang zu sperren ließen die Revolution nicht mehr aufhalten.

Doch wäre Facebook ein Staat, so wäre er selbst Bedrohungen durch Cyber-Terroristen ausgesetzt. Immerhin verfügt das Imperium über einen Wert von mehr als 23 Milliarden Dollar und ist somit ein lukratives Angriffsziel. Vor allem die immensen persönlichen Daten der Mitglieder scheinen Kriminelle anzuziehen. Da der Datenschutz im Internet für viele Einwohner des Facebook-Staates noch immer nicht den höchsten Stellenwert hat und geradezu fahrlässig mit persönlichen Daten umgegangen wird, nutzen Angreifer diese Schwachstelle. Trojaner sind die Spione des 21. Jahrhunderts und halten gezielt nach persönlichen Informationen Ausschau, denn Facebooks „Steuern“ sind die Einnahmen von Werbepartnern, welche die Plattform für die Nutzer kostenfrei halten.

Zum Glück jedoch ist Facebook kein Staat, sondern ein globales Netzwerk in dem sich Menschen über alle Grenzen hinaus austauschen und sich weltweit vernetzen können. Egal welche Staatsform im Heimatland des Nutzers herrscht, mit wenigen Einschränkungen versprüht Facebook den Flair einer einzigen und einzigartigen Weltgemeinschaft.

Mehr Interessantes gibts auch hier: PCPrima

Montag, 7. Februar 2011

Wechse des Internetanbieters - Teil 2

Einen Monat später nahm ich mir nun also für den besagten Termin einen Tag Urlaub und saß zu Hause, während ich darauf hoffte, dass der Service-Mitarbeiter aller Wahrscheinlichkeit zum Trotze, tatsächlich auch auftauchen würde, um mich und meinen PC prima mit der virtuellen Außenwelt wieder zu verbinden. Wie erwartet war dies allerdings nicht der Fall. Stattdessen verbrachte ich den ganzen Tag damit die ganze Wohnung zu putzen und alle zwei Stunden bei meiner Nachbarin kurz vorbei zu schauen, um an ihrem Computer zumindest mal nachzuschauen, ob ich wichtige E-Mails von Kunden erhalten habe und auch mal die Möglichkeit zu haben bei Facebook und Twitter nach dem Rechten zu sehen.

Um 6 Uhr abends hatte ich dann die Nase voll von meinem Offline-Tag, schnappte mir meinen Laptop und stapfte in mein Lieblingscafé, um mich von dort aus ins Internet einzuwählen und zumindest mal in Ruhe meine E-Mails zu lesen und auch ein paar wichtige Schreiben zu versenden, wie zum Beispiel einen saftigen Beschwerdebrief an meinen neuen Internetanbieter, der mich den ganzen Tag nutzlos in meiner Bude sitzen ließ und dem ich jetzt auch noch wegen eines neuen Termins hinterherlaufen durfte, was mir ja schon mal überhaupt nicht gefiel.

Ich setzte mich also an einen Tisch, platzierte meinen PC prima auf dem kleinen Bistrotisch und wartete auf den Kellner, der auch wenige Minuten später gut gelaunt und schwungvoll mit einem voll beladenen Tablett um die Ecke sauste. Ich war gerade dabei nach einer Software von PCPrima zu suchen, die die Interneteinstellungen meines PC optimieren sollte, da ich von einem Arbeitskollegen gehört habe, dass dies einen enormen Unterschied in der Download-Geschwindigkeit von größeren Dateien, wie Musik und Videos bedeuten konnte, als der Kellner mit einem breiten Grinsen, dass nahezu alle 36 Zähne zeigte, vor meinem Tisch auftauchte. Er nahm meine Bestellung auf und widmete dabei dem vollen Tablett in seiner rechten Hand etwas zu wenig Aufmerksamkeit, was dazu führte, dass das Tablett leicht zur Seite kippte, die darauf platzierten Gläser alle zu einer Seite rutschten und die ganze Schose aus dem Gleichgewicht kam. In den darauffolgenden Bruchteilen von Sekunden sah ich, wie dem Kellner seine Gesichtszüge entglitten, die vollen Gläser vom Tablett auf meinen Tisch fielen und sich die zuckerig-milchigen Kaffeegetränke über die Tischplatte schwappten. Meine Hände eilten meinem PC prima zur Hilfe, doch der Kaffeeschwall war schneller und sauste durch den Luftschlitz meines Computers direkt ins Herz meines Laptops. Mir entfuhr ein heller kurzer Schrei und der Bildschirm wurde schwarz.

Ich möchte Sie nun von der anschließenden Streiterei um Schadensersatz mit dem Café-Inhaber und der weiteren unendlichen Diskussion mit Versicherungen und dergleichen verschonen. Fakt ist einfach, dass ich mal wieder festgestellt habe, dass ein Unglück selten allein kommt. Und so sehr ich auch die Gedanken in Richtung „was wäre wenn (der blöde Service-Fritze pünktlich geklingelt hätte)“ vermeiden möchte, so werde ich doch den Eindruck nicht los, dass ich noch immer im Besitz meines prima PCs wäre, wenn dieser Tag ein wenig anders verlaufen wäre.