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Samstag, 7. Januar 2012
Das wahre Gesicht
Nachdem Hacker beim US-Unternehmen Stratfor eingedrungen sind und zahlreiche Kreditkarteninformationen gestohlen haben, steht die Web-Guerilla Anonymus wieder einmal in der Kritik. Die Aktivisten wollen auf mehr Datenschutz im Internet protestieren und gegen die Kriminalisierung angehen, die sie in der Speicherung persönlicher Informationen sehen. Beim Surfen im Internet hinterlässt jeder Nutzer digitale Spuren. Unternehmen nutzen diese Informationen für ihr E-Business und erstellen genaue Profile. So lässt sich Werbung gezielter schalten. Doch die Daten können auch zweckentfremdet werden, worin die Bewegung eine große Gefahr sieht und dagegen vorgeht. Doch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erlangen sie lediglich durch illegale Machenschaften. Beim letzten Coup verschaffte man sich Zehntausende Kreditkarteninformationen und wollte damit Hilfsorganisationen mit Spenden beglücken. Auch wenn diese Robin Hood-Manier in gewisser Weise nachvollziehbar ist, von den Reichen nehmen und den Armen geben, ist es immer noch eine illegale Aktion und nichts anderes als Diebstahl. Egal wie man an die Daten gekommen ist, ob durch Viren, Trojaner oder Sicherheitslücken im System, die Absicht war es, Schaden bei der Firma anzurichten.
Das Problem ist, dass es sich bei Anonymus um eine lose Verbindung von Hackern und Netzaktivisten handelt. Das wahre Gesicht, dass sich hinter der weißen Guy Fawkes Maske verbirgt, wird selten gezeigt. Das ruft auch Trittbrettfahrer auf den Plan, die sich im Namen der Internetfreiheit gezielt bösartige Software verbreiten und nur in die eigene Tasche wirtschaften. Ganz entgegen der eigentlichen Kapitalismuskritik der Bewegung. Generell ist die Hacker-Szene sehr zwiegespalten: Der Chaos Computer Club, quasi der Lobbyverband der Hacker, kritisierte die letzte Aktion zutiefst. Über Twitter äußerte man Missverständnis und distanzierte sich deutlich.
Zwar steht Anonymus nicht in der Kritik Malware zu verbreiten, doch die Gruppe schadet dem Ruf der gesamten Hackerszene. Das Internet soll ein sicherer Ort werden, das haben beide gemeinsam. Doch durch aufmerksamkeitsstarke Aktionen kann die öffentliche Meinung schnell ins Gegenteil umschlagen und Hacker pauschal kriminalisiert werden. Dabei tragen Hacker sogar häufig dazu bei, dass die Leistung des Computers optimiert und Sicherheitseinstellungen verbessert werden. Der Schutz des PCs ist nur so lange gewährleistet, bis ein findiger Programmierer diesen umgehen kann. Längst arbeiten Hacker professionell für Sicherheitsfirmen um deren Sicherheitseinstellung zu optimieren und dennoch benutzerfreundlich zu gestalten.
Anonymus hat sich im Nachhinein von dem Hack auf den Server von Stratfor distanziert. Zwar stimme die Gruppe nicht mit der Unternehmensausrichtung der Firma überein, dennoch handele es sich bei dem Angriff um keine offizielle Aktion des Netzwerks. Offensichtlich war hier ein Einzelgänger oder eine kleine Gruppe unterwegs, die sich unter dem Anonymus-Deckmantel am Sicherheitssystem der Firma zu schaffen machte. Bei Facebook gibt es bereits zahllose Gruppen, die die Undurchsichtigkeit der Organisation aufs Korn nehmen. Man könnte drüber lachen, wäre es nicht ein zu ernstes Thema.
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Dienstag, 1. November 2011
Alles Durchschnitt, oder was?
Werbeagenturen kommen manchmal auf die skurrilsten Ideen um Marken und Produkte besser und gezielter auf den Markt und somit an den Mann zu bringen. Eine der größten und erfolgreichsten Agenturen Deutschlands, die Hamburger Kreativschmiede Jung von Matt, setzt dabei auf die Erforschung des Durchschnittsdeutschen. In einer fiktiven 90 Quadratmeter-Wohnung gibt es nicht nur eine 1:1 Nachbildung eines tpyischen Jugendzimmers, sondern auch einen PC und nun auch eine detaillierte Analyse des Deutschen Durchschnittsverhaltens im Internet. Im Laufe dieser deutschen Musterwohnung wurde nicht nur die Leistung des PCs dem Durchschnitt angepasst sondern auch Internetgeschwindigkeit. Natürlich ist die Darstellung des Surfverhaltens nicht repräsentativ sondern qualitativ zu verstehen: Neben zahlreichen Statistiken wurden auch Interviews mit Computernutzern ausgewertet, um so ein möglichst detailgetreues Bild des Surfen im Internet in deutschen Haushalten zu erlangen. Und in gewissen Punkten wird man sich selbst wieder erkennen, wenn man einen Blick in das virtuelle Durchschnittswohnzimmer der Agentur Jung von Matt wagt.
Das E-Business scheint eine Selbstverständlichkeit im täglichen Umgang mit dem Netz zu sein. Von Flugtickets bit Gebrauchtwaren wird ziemlich alles gesucht und gekauft. Das Internet ist aber auch nach wie vor eine Informationsquelle, daher gehören Newsportale großer Medien zu den Top-Seiten, die mit allerhäufigster Regelmäßigkeit angesteuert werden. Auch der Bereich Social Media spielt eine große Rolle. Soziale Netzwerke wie Facebook oder StudiVZ faszinieren die Deutschen genauso wie der Microblog Twitter. Ansonsten scheint sich der Durchschnittsdeutsche lieber mit Informationen berieseln zu lassen als selbst, zum Beispiel durch Bloggen, aktiv zu werden. Dass die Suchmaschine Google nicht nur beliebt sondern auch benutzerfreundlich ist, wird klar wenn man sieht, dass sie häufig auch die Adressleiste des Browsers ersetzt. ebay.de ist einer der häufigsten Suchbegriffe - den man eigentlich mit gleichem Ziel direkt in seine Adressleiste hätte eingeben können.
Es ist faszinierend und amüsant zugleich wenn man sich hin und wieder ertappt, dass eigene Gewohnheiten genau denen von Millionen anderen entsprechen. Das Internet ist längst elementarer Bestandteil der Alltagskultur und aus fast allen Bereichen des Lebens nicht mehr wegzudenken. Dabei muss man sich stets vor Augen halten, dass der Markt immer weiter wächst, sich stetig verändert und immer wieder auf andere Bedürfnisse des Konsumenten abzielt. Kaum ein Medium ist so schnelllebig wie das Internet. Auch in Zukunft werden die Kreativen von Jung von Matt das Leben des Durchschnittsdeutschen analysieren und uns wie einen Spiegel vorhalten. Dabei sollte man sich als Durchschnittsbürger stets bewusst sein, dass dies nur aus Marketinggründen geschieht. Für die Agentur erschließen sich so neue Zugangswege für künftige Markt- und Werbestrategien. Und je weniger man zum Durchschnitt gehört, desto weniger wird man anfällig für Produktneuheiten. Jeder Mensch sollte individuell bleiben und sich nicht mit anderen über einen Kamm scheren lassen.
Freitag, 16. September 2011
Hardware gegen Viren?
Es wäre ein großer Schritt, um sich gegen bösartige Software wie Viren oder Trojaner zur Wehr zu setzen. Der amerikanische Chiphersteller Intel hat angekündigt, die Chips im Rechner, die eigentlich für die Schnelligkeit des PCs sorgen, in Zukunft so sicher zu entwickeln, dass sie Sicherheitssoftware ersetzen können. Natürlich nur zu einem gewissen Punkt. Es ist vielmehr eine intelligente Kollaboration zwischen Hardware und Software. Gemeinsam sollen Angriffsversuche auf das Herzstück eines jeden Computers erfolgreich abgewehrt werden. Traditionelle Antivirensoftware schützt in der Regel lediglich vor Angriffen auf das Betriebssystem und schließt etwaige Sicherheitslücken. Besonders hartnäckige Viren setzen sich jedoch gezielt in der Registry oder sogar noch eine Ebene unter dem Betriebssystem fest, so dass sie nicht dauerhaft entfernt werden können und so die Kontrolle über den Computer übernehmen. Durch diesen vollen Zugriff wird nicht nur die Leistung des PCs massiv beeinflusst, sondern auch gezielt bösartige Software wie zum Beispiel Überwachungssoftware installiert. Der Nutzer hat keine Chance mehr über herkömmliche Programm sein System zu retten und muss vor den Hackern kapitulieren.
Mit seiner neuen Technik möchte Intel dieser Gefahr vorbeugen und sogenannte Rootkits in Zukunft vermeiden. Dadurch haben die Programme keine Möglichkeit mehr, weitere Malware aus dem Internet nachzuladen und auf dem befallenen Rechner zu installieren. Derzeit befindet sich die Technik noch in einem Beta-Stadium. Angesichts der immer stärker wachsenden Flut an Bedrohungen durch korrupte Dateien ist es sinnvoll, an mehren Fronten dagegen vorzugehen. Das ganze erinnert an eine Wegfahrsperre am Auto. Zwar kann man sich immer irgendwie Zugang zu einem PKW verschaffen aber eine Wegfahrsperre ist eine zusätzliche Hürde, die den kompletten Diebstahl - die Übernahme des Autos - verhindern kann.
Für die Hacker wird es wieder eine neue Herausforderung sein und es ist nur eine Frage der Zeit bis findige Programmierer erste Schwachstellen an der Hardware gefunden haben und diese für ihre Software missbrauchen können. Das Katz und Maus Spiel geht somit in eine neue Runde. Auf einschlägigen Foren im Internet wird schon fleißig diskutiert auf welche Art und Weise und mit welchen Programmen man diese neue Hürde überlisten könne. Sobald die ersten Rechner mit dem neuen Chipsatz ausgestattet werden und auf dem Markt verfügbar sind, werden sich Hacker zusammenfinden um den Schutz des PCs zu knacken.
Es ist nunmal die Bürde des digitalen Zeitalters und der totalen Vernetzung, dass persönliche Daten von überall zugänglich sind. Wer sich wirklich vor Angriffen schützen möchte, sollte das Surfen im Internet sein lassen und seinen PC niemals mit dem Netz verbinden oder Wechseldatenträger nutzen. Aber moderne Software benötigt heutzutage für die Registrierung und teilweise bereits für die Installation Zugang zum Internet. Es ist beinahe nicht mehr möglich, komplett ohne Vernetzung auszukommen und wer seinen Computer auf dem aktuellsten Stand halten möchte, ist nunmal auf regelmäßige Updates angewiesen.
Foto Attribution
Mit seiner neuen Technik möchte Intel dieser Gefahr vorbeugen und sogenannte Rootkits in Zukunft vermeiden. Dadurch haben die Programme keine Möglichkeit mehr, weitere Malware aus dem Internet nachzuladen und auf dem befallenen Rechner zu installieren. Derzeit befindet sich die Technik noch in einem Beta-Stadium. Angesichts der immer stärker wachsenden Flut an Bedrohungen durch korrupte Dateien ist es sinnvoll, an mehren Fronten dagegen vorzugehen. Das ganze erinnert an eine Wegfahrsperre am Auto. Zwar kann man sich immer irgendwie Zugang zu einem PKW verschaffen aber eine Wegfahrsperre ist eine zusätzliche Hürde, die den kompletten Diebstahl - die Übernahme des Autos - verhindern kann.
Für die Hacker wird es wieder eine neue Herausforderung sein und es ist nur eine Frage der Zeit bis findige Programmierer erste Schwachstellen an der Hardware gefunden haben und diese für ihre Software missbrauchen können. Das Katz und Maus Spiel geht somit in eine neue Runde. Auf einschlägigen Foren im Internet wird schon fleißig diskutiert auf welche Art und Weise und mit welchen Programmen man diese neue Hürde überlisten könne. Sobald die ersten Rechner mit dem neuen Chipsatz ausgestattet werden und auf dem Markt verfügbar sind, werden sich Hacker zusammenfinden um den Schutz des PCs zu knacken.
Es ist nunmal die Bürde des digitalen Zeitalters und der totalen Vernetzung, dass persönliche Daten von überall zugänglich sind. Wer sich wirklich vor Angriffen schützen möchte, sollte das Surfen im Internet sein lassen und seinen PC niemals mit dem Netz verbinden oder Wechseldatenträger nutzen. Aber moderne Software benötigt heutzutage für die Registrierung und teilweise bereits für die Installation Zugang zum Internet. Es ist beinahe nicht mehr möglich, komplett ohne Vernetzung auszukommen und wer seinen Computer auf dem aktuellsten Stand halten möchte, ist nunmal auf regelmäßige Updates angewiesen.
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Donnerstag, 25. August 2011
Die Macht der Daten
Mehr Datenschutz im Internet, vor allem für persönliche Informationen, gehören zu den häufigsten Forderungen der Internetgemeinde. Das Soziale Netzwerk Facebook stand regelmäßig in der Kritik, zu lasch mit Kundendaten umgegangen zu sein und die Datenschutzeinstellungen bewusst kompliziert gestaltet zu haben. So tritt zum Beispiel jedes Mitglied sämtliche Rechte an Textinhalten aber auch Fotos an das Unternehmen ab. Selbst nach Kündigung der Mitgliedschaft bleiben die Rechte beim Unternehmen. Jetzt, wo der Bereich Social Media immer mehr Fahrt aufnimmt und der Branchenführer Facebook Konkurrenz von Google bekommt, scheinen diese immer wiederkehrenden Kritikpunkte endlich aus der Welt geschafft zu werden. Es wird zwar argumentiert, dass die Umsetzung der Datenschutzeinstellung ein stetiger Wunsch der Mitglieder gewesen sei auf den man jetzt reagiert habe, doch mit Blick auf die Konkurrenz im Internet mag noch eine andere Motivation dahinter stecken. Facebook fürchtet wohl, dass viele Mitglieder zu Google abwandern. Da jeder der über 750 Millionen User für Facebook und seine Werbekunden bares Geld wert ist, müssen diese mit immer neuen Features zufrieden gestellt werden. Die erweiterte Kontrollmöglichkeit über die persönlichen Daten ist somit ein Zugeständnis, um etwaiger Kritik weiter aus dem Weg zu gehen.
Welche Macht Daten im Internet haben, wird auf ziemlich jeder Website deutlich: Per Cookies werden persönliche Informationen gespeichert und den Betreibern der Internetseite ist es möglich nachzuverfolgen, mit welchem Betriebssystem und sogar mit welcher Internetgeschwindigkeit man im Netz unterwegs ist. Diese Grunddaten können jedoch um eine Vielzahl weiterer Informationen erweitert werden, denen der User jedoch zunächst zustimmen muss. Online-Portale weisen mittlerweile darauf hin, dass Daten aus Marketinggründen, oder um das Angebot benutzerfreundlich zu gestalten wie es gerne ausgedrückt wird, länger gespeichert werden als es der Gesetzgeber erlaubt. Dieser Ausnahme muss der User zustimmen. Oftmals hat er jedoch keine andere Wahl wenn er das Online-Angebot des Anbieters nutzen möchte. Die Betreiber der Websites stellen den Inhalt oftmals kostenlos zur Verfügung und verdienen durch Online Marketing ihr Geld. Um den Werbekunden eine attraktive Plattform zu bieten, muss eine regelmäßige Zahl an Besuchern gewährleistet werden.
Beim Surfen im Internet hinterlässt jeder Spuren in Form von Daten. Diese werden gesammelt und einem Benutzerprofil zugeordnet, das für potenzielle Werbekunden interessant ist. Mit diesen Informationen lassen sich gezielt Werbebotschaften an den jeweiligen User übermitteln. In Form von Webbannern oder Werbeanzeigen wird der Nutzer auf Inhalte aufmerksam gemacht, die seinem Interessensgebiet weitestgehend entsprechen. Die Hemmschwelle auf einen Banner mit einer möglicherweise interessanten Botschaft zu klicken ist geringer, als auf eine zu allgemeine Werbeanzeige. Da das E-Business ein riesiges Geschäft ist, wenden Firmen einen immer höheren Werbeetat für Online-Werbung auf, deren Grundlage persönliche Daten und Informationen der Internetgemeinde sind. Daher sind die Werbekunden daran interessiert, dass die Datenschutzeinstellungen nicht allzu verschärft werden, so dass auch in Zukunft weitere Nutzerprofile erstellt werden können. Für Soziale Netzwerke ist es also ein fortwährender Spagat zwischen Zufriedenheit der Nutzer und Einkünften aus der Werbewirtschaft.
Welche Macht Daten im Internet haben, wird auf ziemlich jeder Website deutlich: Per Cookies werden persönliche Informationen gespeichert und den Betreibern der Internetseite ist es möglich nachzuverfolgen, mit welchem Betriebssystem und sogar mit welcher Internetgeschwindigkeit man im Netz unterwegs ist. Diese Grunddaten können jedoch um eine Vielzahl weiterer Informationen erweitert werden, denen der User jedoch zunächst zustimmen muss. Online-Portale weisen mittlerweile darauf hin, dass Daten aus Marketinggründen, oder um das Angebot benutzerfreundlich zu gestalten wie es gerne ausgedrückt wird, länger gespeichert werden als es der Gesetzgeber erlaubt. Dieser Ausnahme muss der User zustimmen. Oftmals hat er jedoch keine andere Wahl wenn er das Online-Angebot des Anbieters nutzen möchte. Die Betreiber der Websites stellen den Inhalt oftmals kostenlos zur Verfügung und verdienen durch Online Marketing ihr Geld. Um den Werbekunden eine attraktive Plattform zu bieten, muss eine regelmäßige Zahl an Besuchern gewährleistet werden.
Beim Surfen im Internet hinterlässt jeder Spuren in Form von Daten. Diese werden gesammelt und einem Benutzerprofil zugeordnet, das für potenzielle Werbekunden interessant ist. Mit diesen Informationen lassen sich gezielt Werbebotschaften an den jeweiligen User übermitteln. In Form von Webbannern oder Werbeanzeigen wird der Nutzer auf Inhalte aufmerksam gemacht, die seinem Interessensgebiet weitestgehend entsprechen. Die Hemmschwelle auf einen Banner mit einer möglicherweise interessanten Botschaft zu klicken ist geringer, als auf eine zu allgemeine Werbeanzeige. Da das E-Business ein riesiges Geschäft ist, wenden Firmen einen immer höheren Werbeetat für Online-Werbung auf, deren Grundlage persönliche Daten und Informationen der Internetgemeinde sind. Daher sind die Werbekunden daran interessiert, dass die Datenschutzeinstellungen nicht allzu verschärft werden, so dass auch in Zukunft weitere Nutzerprofile erstellt werden können. Für Soziale Netzwerke ist es also ein fortwährender Spagat zwischen Zufriedenheit der Nutzer und Einkünften aus der Werbewirtschaft.
Freitag, 19. August 2011
Die Viren werden mobil
Mobiles Arbeiten war früher das Privileg von Führungspersönlichkeiten. Erste Notebooks hatten das Gewicht und die Größe einer gut gefüllten Reisetasche, waren aber in gewisser Weise mobil. Da der Preis nahezu unerschwinglich war, galten diese Geräte als absolute Statussymbole. Dabei war die Leistung des Computers aus heutiger Sicht so gering, dass jedes aktuelle Mobiltelefon die Schnelligkeit des PCs von damals ohne Probleme überbietet. Generell haben Mobiltelefone die Welt längst erobert. Seitdem das mobile Telefonieren für alle Teile der Gesellschaft erschwinglich und verfügbar ist, nehmen auch die Neuerungen der Telefone rapide zu. Waren polyphone Klingeltöne vor 10 Jahren der letzte Schrei, so sind es heute Smartphones mit GPS-Übertragung und Multimedia-Anwendungen.
Generell hat sich das Mobiltelefon nahezu zu einem Computerersatz entwickelt, seitdem man mit ordentlicher Internetgeschwindigkeit ins Netz kann. Schaut man sich in der U-bahn um sieht man, dass das Surfen im Internet zweifelsohne zu den Lieblingsbeschäftigungen der Fahrgäste gehört. Dabei werden eigentlich schon genug überflüssige Dateien durchs Netz geschickt. Jetzt werden noch zusätzlich Statusmeldungen von aufstrebenden Jung-Bankern bei Twitter verschickt, die ihren Freunden in den Sozialen Netzwerken über die nächste Gehaltserhöhung und Bonuszahlung informieren müssen. Man kann nicht behaupten, dass sich der Informationswert erhöht hat, lediglich die Datenflut hat zugenommen.
Doch mit dem Zugang zum Internet über das Handy haben sich auch Probleme breitgemacht, die man vom heimischen Computer leider nur zu gut kennt. Längst sind Viren aber auch Trojaner auf den Mobiltelefonen unterwegs, die sich jeden Tag global weiterverbreiten. Während es beim PC prima Möglichkeiten gibt, kostenlose Scans des Systems durchzuführen und so den Computer auf bösartige Software zu untersuchen, gibt es für Handys noch kein so benutzerfreundliches Hilfsmittel. Vor ein paar Jahren hätte es auch niemand für nötig gehalten, sein Telefon mit Hilfe von Antivirensoftware vor Malware oder Spyware schützen zu müssen. Doch moderne Handys sind längst mit einer solchen Rechenleistung ausgestattet, dass sie problemlos als mobile Alternative genutzt werden können. Zumindest lassen sich prima Emails empfangen, Termine organisieren und alle Informationen mit dem Computer synchronisieren. Doch genau diese Schnittstellen sind es, an denen Gefahren bestehen. Der Datenschutz im Internet stellt das größte Problem der mobilen Nutzung dar. Dort, wo persönliche Informationen ausgetauscht werden, versuchen Hacker gezielt diese Daten abzufangen und an Dritte zu veräußern.
Jedem Handynutzer, der sein Smartphone auch für das Surfen im Internet verwendet, sollte mit der gleichen Vorsicht agieren, wie er es am stationären PC ebenfalls macht. Inhalte sollten stets kritisch geprüft, Informationen nicht ohne weiteres weitergegeben und unsichere Websites nicht besucht werden. Vorsicht ist auf jeden Fall besser als Nachsicht. Viren von Handys zu entfernen ist leider noch nicht so einfach, wie vom Computer und wichtige Nummern und Kontakte sind schneller weg, als man sich vorstellen kann.
Dienstag, 9. August 2011
Zum Geburtstag alles Gute!
Zum Geburtstag wünscht man neben zahlreichen Glückwünschen vor allem auch Gesundheit. Und bei kaum einem Geburtstagskind wären Genesungswünsche angebrachter als beim Internet. Das World Wide Web wird 20 Jahre alt und muss sich längst nicht mehr mit Kinderkrankheiten rumplagen, sondern vielmehr mit ersthaften Infektionen und Bedrohungen durch Viren und Trojaner. Wann der Brite Tim Berners-Lee sein digitales Kind zur Welt brachte, ist nicht genau bekannt. Die Ursprungsprogrammierung fand bereits 1989 statt, in die weite Welt entlassen wurde dieses Hypertext-Dokument (http) jedoch erst zwei Jahre später - und erlebte von da an einen rasanten Aufstieg.
Ende der 90er Jahre verbreitete sich das Netz auch flächendeckend in den Privathaushalten. Zuvor wurde es primär zum schnellen Datenaustausch zwischen Forschungseinrichtungen genutzt. Was man heute unter Surfen im Internet versteht, war vor Jahren noch mit viel Geduld verbunden. Die Internetgeschwindigkeit lag deutlich unter dem, was man heute selbst mit dem Handy erreicht. Aber an der Faszination des Netzes änderte dies nicht. Privatleute hielten es für notwendig, mit einer eigenen Internetseite im Netz vertreten zu sein. Die Selbstdarstellung war schon früh ein wichtiger Bestandteil der Internetkultur und setzt sich heute in Form von Sozialen Netzwerken wie Facebook konsequent fort. Wie viele überflüssige Dateien und sinnlose Informationen bislang durch die Welt geschickt wurden, lässt sich nicht einmal erahnen. Jeder noch so kleine Tweet bei Twitter kann bereits tausende Follower in Echtzeit erreichen.
Natürlich profitierte das Internet auch von der stetig wachsenden Schnelligkeit des Computers in den Privathaushalten und der folgenden Optimierung des Internets, wodurch Daten mit noch größerer Geschwindigkeit gesendet und empfangen werden können. Doch der hohe Datenverkehr führt leider auch zur schnellen und unkontrollierten Verbreitung von bösartiger Software. Kaum ein Computer, der nicht mit Malware befallen ist. Konnten Viren früher nur durch korrupte Dateien auf Floppy-Disks verbreitet werden, so sind die Infektionswege über das Internet deutlich größer. Der Schutz des PCs hat an Wichtigkeit zugenommen. Sensible Daten können bei unzureichender Abschirmung gegen Angriffe von Außen schnell durch Überwachungssoftware in die Hände Dritter gelangen.
Zur Zeit agiert das Internet wie ein rebellierender Teenager, der die Grenzen auslotet und sich am Rande der Legalität aufhält. Hin und wieder kommt es mit dem Gesetz in Konflikt, da es „falsche Freunde“ in Form von kriminellen Nutzern hat. Der Umgang mit dem World Wide Web erfordert erhöhte Aufmerksamkeit gegenüber Bedrohungen, die sich häufig unbemerkt auf dem eigenen PC installieren.
Der Vater des Internets ist sich der Gefahr seiner Schöpfung durchaus bewusst und ruft die Nutzer zum kritischen und sorgsamen Umgang auf. Auf seiner Website schreibt er: „Jede mächtige Technologie kann guten oder schlechten Zweck erfüllen“. Damit richtet er sich vor allem an Cyberkriminelle, die seine Kreation missbrauchen, um anderen Menschen oder Institutionen Schaden zuzufügen. In diesem Sinne gratuliert man mit Vorsicht und wünscht dem Netz alles Gute für die nächsten Jahre.
Bildrecht
Freitag, 5. August 2011
So sicher wie die Bank?
Das Internet hat einige Bereiche des Alltags bedeutend erleichtert. Früher musste man sich für jede Überweisung bei seiner Hausbank in die Schlange stellen und war überrascht, dass die Bank Freitags bereits pünktlich zu Mittag schließt und man erst wieder am Montag Bankgeschäfte tätigen kann. Zum Glück ist das Internet rund um die Uhr erreichbar und somit auch das Kreditinstitut der Wahl - vorausgesetzt man hat sich dort für das Onlinebanking angemeldet. Alle Banken setzen bereits auf diesen Service, da auf diese Weise Personal eingespart werden kann. Der Kunde erledigt sämtliche Aufträge selbst und kann sein Konto über ein möglichst benutzerfreundliches Portal selbst verwalten.
Doch gerade Kunden, die das Onlinebanking nutzen, werden häufig Opfer von Phishing-Attacken. Hacker versuchen die Kunden gezielt über fingierte Emails auf manipulierte Websites zu leiten, um so an Passwörter und TANs zu kommen. Eine andere Masche ist es, über einen Trojaner einen Keylogger auf dem Computer zu installieren, der jede Eingabe auf der Tastatur dokumentiert. Welche bösartige Software versteckt auf dem eigenen PC befindet, bleibt häufig über lange Zeit unerkannt. Ziemlich jeder Computer, der mit dem Internet oder einem firmeninternen Intranet verbunden ist, ist auch mit Viren oder anderen korrupten Dateien infiziert. Daher sollte man besonders auf Sicherheit und Datenschutz im Internet achten, wenn man seine Bankgeschäfte online tätigt.
Die Kreditinstitute haben bereits reagiert und sich technisch deutlich verbessert. Hatte man früher noch lange Listen mit TANs, so wird heute bei jedem neuen Überweisungsauftrag eine individuelle TAN generiert und dem Kunden zugestellt. Dafür werden spezielle Lesegeräte verwendet, die über Lichtimpulse am Bildschirm eine individuelle, für genau diesen Auftrag erstellte TAN, generieren. Mehr Mobilität verspricht die mobile TAN, die per SMS an auf das Handy des Kunden gesendet wird. Auf diese Art wird das Bezahlen im Internet nicht nur vereinfacht, sondern auch sicherer gestaltet.
Das E-Business hat in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt. Viele Nutzer navigieren beim Surfen im Internet gezielt Online Händler an und sparen sich so den Weg zum Fachgeschäft. Auch der neue Personalausweis soll zum sicheren Einkaufen im Internet beitragen. Durch den integrierten Chip soll sich der Inhaber über ein spezielles Lesegerät identifizieren können. Bevor man sich jedoch mit seinem PC ins Kaufvergnügen stürzt, sollte man den Rechner zunächst auf Malware überprüfen und eine Säuberung des PCs vornehmen. Man kann nie wissen, wo sich in den Tiefen des Systems ein Programm versteckt, das den Computer gezielt ausspioniert. Das amerikanische Softwareunternehmen Ascentive hat sich mit seinen Produkten genau auf diesen Bereich spezialisiert und bietet kostenlose Scans an, mit denen man seinen Computer im Handumdrehen überprüfen kann. Unmittelbar nach der Registrierung der Software lassen sich sämtliche Infektionen direkt entfernen. Auf diese Weise wird der Computer schnell wieder sicher, und man kann das Onlinebanking mit ruhigem Gewissen nutzen.
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