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Dienstag, 13. Dezember 2011

Der Boom der Web-Videos

www.pcprima.de BITKOM

Mit der kontinuierlich wachsenden Verbreitung von Glasfasernetzen und der daraus resultierenden hohen Internetgeschwindigkeit für Privathaushalte hat sich das Online-Verhalten der Nutzer deutlich verändert. Mediale Inhalte prägen den täglichen Umgang mit dem Netz und neben Musik stehen vor allem Videos weit oben in der Gunst der Konsumenten. Laut einer aktuellen Studie des IT-Verbands BITKOM, schaut jeder User beim Surfen im Internet durchschnittlich acht Videos. Diese doch recht hohe Zahl kommt vor allem dadurch zustande, dass Online-Inhalte über Soziale Netzwerke wie Facebook schnell verbreitet und auf diese Weise einer großen Anzahl an Menschen zugänglich gemacht werden. Gleichzeitig beweist der Boom der Web-Videos, dass Internetnutzer gerne selbst bestimmen was sie sehen wollen und sich ungern vom Fernsehen berieseln lassen. TV-Sender haben diesen Trend ebenfalls erkannt und setzen Auszüge aus ihrem Programm in Mediatheken. Bei ausreichender Leistung des Computers lassen sich dort Sendungen nach dem persönlichen Interesse zu jeder Tageszeit abrufen.

Generell geht der Trend hin zu längeren Videos im Web. Nicht nur ganze Episoden von Serien werden von den Usern konsumiert sondern sogar Spielfilme. Laut der repräsentativen Umfrage schaut sich jeder Nutzer täglich 50 Minuten Videomaterial im Internet an. Das bedeutet ein kontinuierliches Wachstum von Mediainhalten, das auch für die weitere Zukunft prognostiziert wird. Durch die steigende Verbreitung von Tablet-PCs wird der Videokonsum besonders benutzerfreundlich, so dass man bequem im Bett oder im Sessel, aber auch unterwegs auf Reisen, entsprechende Filme und Clips schauen kann.

Welche Bedeutung das Internet generell für die Fernsehindustrie hat, macht ein einfacher Blick auf die aktuellen Geräte der TV-Hersteller deutlich. Fast alle aktuellen Modelle bieten Schnittstellen für den Zugang ins Internet an - entweder über LAN-Kabel oder aber per WLAN. Fernsehgeräte wurden einer deutlichen Leistungsoptimierung unterzogen, so dass Online-Inhalte in nahezu perfekter Qualität dargestellt werden können. Auch die Integration des Bereichs Social Media fasst in diesem Segment fuß. Beim TV-Genuss kann man schnell über Twitter bekanntgeben, welche Sendung man gerade verfolgt. Dabei muss es sich nicht um das reguläre Programm handeln sondern auch um Clips aus Videoportalen wie YouTube, das jeden Monat von 70% der Internetnutzer angesteuert wird. Für Google ist dieses Portal eine Goldgrube, das sich durch die Öffnung für Placement-Anzeigen bezahlt macht.

Wer online in den Genuss von Filmen, Clips oder Serien kommen möchte, sollte zum Schutz des PCs jedoch darauf achten, lediglich das Angebot seriöser Plattformen zu nutzen. Wer urheberrechtlich und illegal verbreitete Inhalte konsumiert, bewegt sich nicht nur in einer gesetzlichen Grauzone sondern läuft zudem Gefahr, sich unbemerkt über den Stream korrupte Dateien oder gar Trojaner auf den Computer zu laden. Trotz dieser potenziellen Bedrohung wird sich der Bereich Movie-Streams und die Verbreitung von Mediatheken sehr zur Freude von Cineasten und anderen Filmliebhabern weiter ausbreiten.

Freitag, 4. November 2011

Cyberkriminalität und echte Verbrecher


Bei dem Ausdruck Cyberkriminalität kommen einem direkt Hacker in den Sinn, die mit ihren Computerkenntnissen in fremde Systeme eindringen und sich dort illegalen Zugriff zu Daten und persönlichen Informationen verschaffen. Unlängst hatte der russische Antiviren-Spezialist Eugen Kapersky während einer Sicherheitskonferenz in London verkündet, dass der Cyberterrorismus sehr bald bevorstehe. Hacker könnten ihre Dienste an terroristische Gruppierungen verkaufen und so einen digitalen Krieg anzetteln. Dass solche Befürchtungen längst keine Utopien sind, zeigen die Angriffe durch Viren und Trojaner auf Regierungsserver. Doch man muss kein Computerspezialist sein um sich im Internet Informationen zu besorgen und diese für kriminelle Machenschaften zu nutzen. Eine Umfrage unter verurteilten britischen Einbrechern hat ergeben, dass auch Kleinkriminelle und Einbrecher die Informationsflut im Netz für ihre Verbrechen missbrauchen.

Vor allem Soziale Netzwerke machen es Einbrechern leicht, wertvolle Details über potentielle Opfer herauszufinden. Wer allzu offenkundig Termine, Urlaubsplanungen und Bilder seiner nahen Umgebung für die Öffentlichkeit zugänglich macht, sollte sich nicht über unerwünschten Besuch wundern. Fast 78 % der befragten Einbrecher machen von den vielfältigen Möglichkeiten im Bereich Social Media Gebrauch und informieren sich ausgiebig über Facebook oder Twitter. Jeder Nutzer solcher Profile sollte sich dessen bewusst sein und niemals persönliche Daten wie Adressen, Telefonnummern oder sogar den momentanen Aufenthaltsort verkünden. Denn schon ein Einkaufsbummel bietet Einbrechern genügend Zeit in aller Ruhe in die Wohnung einzusteigen und diese nach Wertgegenständen zu durchsuchen. Man sollte sich daher mit den Regeln zum Datenschutz im Internet vertraut machen und niemals Personen als Freunde annehmen, die man nicht auch im wahren Leben kennt. Des weiteren sollte das eigene Profil auch nur für Freunde sichtbar sein. Unter den Einstellungen der Privatsphäre kann man sogar noch zwischen engen und losen Kontakten unterscheiden und die Informationen individuell preisgeben.

Auch Street View, der kostenlose Kartendienst von Google, macht es Einbrechern leicht sich aus sicherer Entfernung anonym ein Bild von möglichen Tatorten zu machen und am PC prima den nächsten Clou zu planen. Anfangs wurden Hausbesitzer dafür belächelt, wenn sie ihre Immobilie nicht im Internet für jedermann sichtbar publizieren wollten. Bei Google musste extra beantragt werden, dass die Häuser verpixelt und somit möglichst unkenntlich gemacht werden. Angesichts der Tatsache, dass 75 % der befragten Einbrecher Street View als Informationsquelle nutzen, scheint es geradezu fahrlässig, wenn man sein Haus noch deutlich erkennbar präsentiert. Denn so praktisch und benutzerfreundlich dieser Dienst auch ist, so schnell wird er auch für kriminelle Zwecke missbraucht.

Der Schutz des PCs und der persönlichen Daten im Internet kann auf lange Sicht vor anderen bösen Überraschungen schützen. Wer beim Surfen im Internet aufpasst und nicht allen Leuten blind vertraut, ist nicht so ein leichtes Opfer für Cyberkriminelle und echte Verbrecher, die in der realen Welt ihr Unwesen treiben.

Dienstag, 1. November 2011

Alles Durchschnitt, oder was?


Werbeagenturen kommen manchmal auf die skurrilsten Ideen um Marken und Produkte besser und gezielter auf den Markt und somit an den Mann zu bringen. Eine der größten und erfolgreichsten Agenturen Deutschlands, die Hamburger Kreativschmiede Jung von Matt, setzt dabei auf die Erforschung des Durchschnittsdeutschen. In einer fiktiven 90 Quadratmeter-Wohnung gibt es nicht nur eine 1:1 Nachbildung eines tpyischen Jugendzimmers, sondern auch einen PC und nun auch eine detaillierte Analyse des Deutschen Durchschnittsverhaltens im Internet. Im Laufe dieser deutschen Musterwohnung wurde nicht nur die Leistung des PCs dem Durchschnitt angepasst sondern auch Internetgeschwindigkeit. Natürlich ist die Darstellung des Surfverhaltens nicht repräsentativ sondern qualitativ zu verstehen: Neben zahlreichen Statistiken wurden auch Interviews mit Computernutzern ausgewertet, um so ein möglichst detailgetreues Bild des Surfen im Internet in deutschen Haushalten zu erlangen. Und in gewissen Punkten wird man sich selbst wieder erkennen, wenn man einen Blick in das virtuelle Durchschnittswohnzimmer der Agentur Jung von Matt wagt.

Das E-Business scheint eine Selbstverständlichkeit im täglichen Umgang mit dem Netz zu sein. Von Flugtickets bit Gebrauchtwaren wird ziemlich alles gesucht und gekauft. Das Internet ist aber auch nach wie vor eine Informationsquelle, daher gehören Newsportale großer Medien zu den Top-Seiten, die mit allerhäufigster Regelmäßigkeit angesteuert werden. Auch der Bereich Social Media spielt eine große Rolle. Soziale Netzwerke wie Facebook oder StudiVZ faszinieren die Deutschen genauso wie der Microblog Twitter. Ansonsten scheint sich der Durchschnittsdeutsche lieber mit Informationen berieseln zu lassen als selbst, zum Beispiel durch Bloggen, aktiv zu werden. Dass die Suchmaschine Google nicht nur beliebt sondern auch benutzerfreundlich ist, wird klar wenn man sieht, dass sie häufig auch die Adressleiste des Browsers ersetzt. ebay.de ist einer der häufigsten Suchbegriffe - den man eigentlich mit gleichem Ziel direkt in seine Adressleiste hätte eingeben können.

Es ist faszinierend und amüsant zugleich wenn man sich hin und wieder ertappt, dass eigene Gewohnheiten genau denen von Millionen anderen entsprechen. Das Internet ist längst elementarer Bestandteil der Alltagskultur und aus fast allen Bereichen des Lebens nicht mehr wegzudenken. Dabei muss man sich stets vor Augen halten, dass der Markt immer weiter wächst, sich stetig verändert und immer wieder auf andere Bedürfnisse des Konsumenten abzielt. Kaum ein Medium ist so schnelllebig wie das Internet. Auch in Zukunft werden die Kreativen von Jung von Matt das Leben des Durchschnittsdeutschen analysieren und uns wie einen Spiegel vorhalten. Dabei sollte man sich als Durchschnittsbürger stets bewusst sein, dass dies nur aus Marketinggründen geschieht. Für die Agentur erschließen sich so neue Zugangswege für künftige Markt- und Werbestrategien. Und je weniger man zum Durchschnitt gehört, desto weniger wird man anfällig für Produktneuheiten. Jeder Mensch sollte individuell bleiben und sich nicht mit anderen über einen Kamm scheren lassen.

Freitag, 21. Oktober 2011

Ferien, Urlaub, Internet

In zahlreichen Bundesländern haben bereits die Herbstferien begonnen und viele Menschen nutzen noch mal die Chance, für ein paar Tage den immer kälter und herbstlicher werdenden Temperaturen zu entfliehen. Über das Internet lassen sich noch immer ein paar günstige Last Minute Schnäppchen Richtung Süden finden und so heisst es nur noch Koffer packen und Abflug! Natürlich möchte man dann auch den daheim gebliebenen von der Zeit am Strand oder am Pool berichten und über Soziale Netzwerke wie Facebook oder StudiVZ aktuelle Fotos hochladen und verbreiten. In der Regel ist es auch kein Problem, im Urlaub seine Emails abzurufen oder bei Twitter ein paar Nachrichten zu senden. Man sollte jedoch bedenken, dass man sich nicht am heimischen PC befindet und in vielen Internetcafés Firewalls und Antivirensoftware nicht auf dem aktuellsten Stand ist. Es ist auf jeden Fall zu vermeiden, dass der Browser automatisch Kennwörter speichert. Bevor man den Computer verlässt sollte man sich jedesmal ordentlich ausloggen und am Besten anschließend den Cache und Cookies löschen. Temporäre Dateien können dem nachfolgenden User sonst wertvolle Informationen geben, die nicht für fremde Augen bestimmt sind.

Wer nur schnell mit seinem USB-Stick ein paar Bilder hochladen will läuft auch Gefahr, dass er sich mit Viren oder bösartiger Software infiziert. Wechseldatenträger werden nämlich sehr gerne als Multiplikator von Malware genutzt. Auf jeden Fall gilt im Urlaub: Kein Online-Banking, keine Einkäufe im Internet und keine Veröffentlichung oder Eingabe von Kontodaten. Man weiß nicht, ob ein Keylogger eventuell sämtliche Eingaben protokolliert und an Dritte weitergibt. Mit diesem gesunden Misstrauen sollte man sich eigentlich auf einen entspannten Urlaub freuen können. Doch manche Menschen können sich gar nicht komplett von ihrem Arbeitsalltag los lösen und sind auch in den Ferien für die Firma erreichbar. Über Smartphones werden somit noch schnell Emails geprüft oder versendet - was zu hohen Roaminggebühren führen kann. Manchmal ist man sogar besser beraten, wenn man sich eine Prepaid-Karte eines lokalen Netzanbieters kauft. In der Regel sind diese Tarife günstiger und lohnen sich bei einem längeren Aufenthalt durchaus.

Hotels wissen natürlich, dass Urlauber das Bedürfnis nach einem Zugang zum Internet haben und bieten neben Computerräumen mit entsprechender Internetgeschwindigkeit häufig auch ein WLAN auf dem Zimmer oder zumindest in der Lobby an. Aber auch hier sollte man Vorsicht und Vernunft walten lassen und nicht blind seine Kennwörter verbreiten. Vor allem offene, ungeschützte Netzwerke bieten ein großen Gefahrenpotential. Im Prinzip kann jeder mit einem Notebook und entsprechender Software im Umkreist von einigen Metern mitlesen, was man schreibt. Da man nie genau weiß wie weit das Netz erreichbar ist, sollte man nicht auf das Gute im Menschen vertrauen.

Wahrscheinlich ist es besser, im Urlaub einige Zeit auf das Internet und die ganze Technik zu verzichten. Urlaub vom Computer tut auch der Seele gut und hilft auf Dauer beim Entspannen.

Foto Attribution

Donnerstag, 25. August 2011

Die Macht der Daten

Mehr Datenschutz im Internet, vor allem für persönliche Informationen, gehören zu den häufigsten Forderungen der Internetgemeinde. Das Soziale Netzwerk Facebook stand regelmäßig in der Kritik, zu lasch mit Kundendaten umgegangen zu sein und die Datenschutzeinstellungen bewusst kompliziert gestaltet zu haben. So tritt zum Beispiel jedes Mitglied sämtliche Rechte an Textinhalten aber auch Fotos an das Unternehmen ab. Selbst nach Kündigung der Mitgliedschaft bleiben die Rechte beim Unternehmen. Jetzt, wo der Bereich Social Media immer mehr Fahrt aufnimmt und der Branchenführer Facebook Konkurrenz von Google bekommt, scheinen diese immer wiederkehrenden Kritikpunkte endlich aus der Welt geschafft zu werden. Es wird zwar argumentiert, dass die Umsetzung der Datenschutzeinstellung ein stetiger Wunsch der Mitglieder gewesen sei auf den man jetzt reagiert habe, doch mit Blick auf die Konkurrenz im Internet mag noch eine andere Motivation dahinter stecken. Facebook fürchtet wohl, dass viele Mitglieder zu Google abwandern. Da jeder der über 750 Millionen User für Facebook und seine Werbekunden bares Geld wert ist, müssen diese mit immer neuen Features zufrieden gestellt werden. Die erweiterte Kontrollmöglichkeit über die persönlichen Daten ist somit ein Zugeständnis, um etwaiger Kritik weiter aus dem Weg zu gehen.

Welche Macht Daten im Internet haben, wird auf ziemlich jeder Website deutlich: Per Cookies werden persönliche Informationen gespeichert und den Betreibern der Internetseite ist es möglich nachzuverfolgen, mit welchem Betriebssystem und sogar mit welcher Internetgeschwindigkeit man im Netz unterwegs ist. Diese Grunddaten können jedoch um eine Vielzahl weiterer Informationen erweitert werden, denen der User jedoch zunächst zustimmen muss. Online-Portale weisen mittlerweile darauf hin, dass Daten aus Marketinggründen, oder um das Angebot benutzerfreundlich zu gestalten wie es gerne ausgedrückt wird, länger gespeichert werden als es der Gesetzgeber erlaubt. Dieser Ausnahme muss der User zustimmen. Oftmals hat er jedoch keine andere Wahl wenn er das Online-Angebot des Anbieters nutzen möchte. Die Betreiber der Websites stellen den Inhalt oftmals kostenlos zur Verfügung und verdienen durch Online Marketing ihr Geld. Um den Werbekunden eine attraktive Plattform zu bieten, muss eine regelmäßige Zahl an Besuchern gewährleistet werden.

Beim Surfen im Internet hinterlässt jeder Spuren in Form von Daten. Diese werden gesammelt und einem Benutzerprofil zugeordnet, das für potenzielle Werbekunden interessant ist. Mit diesen Informationen lassen sich gezielt Werbebotschaften an den jeweiligen User übermitteln. In Form von Webbannern oder Werbeanzeigen wird der Nutzer auf Inhalte aufmerksam gemacht, die seinem Interessensgebiet weitestgehend entsprechen. Die Hemmschwelle auf einen Banner mit einer möglicherweise interessanten Botschaft zu klicken ist geringer, als auf eine zu allgemeine Werbeanzeige. Da das E-Business ein riesiges Geschäft ist, wenden Firmen einen immer höheren Werbeetat für Online-Werbung auf, deren Grundlage persönliche Daten und Informationen der Internetgemeinde sind. Daher sind die Werbekunden daran interessiert, dass die Datenschutzeinstellungen nicht allzu verschärft werden, so dass auch in Zukunft weitere Nutzerprofile erstellt werden können. Für Soziale Netzwerke ist es also ein fortwährender Spagat zwischen Zufriedenheit der Nutzer und Einkünften aus der Werbewirtschaft.

Freitag, 19. August 2011

Die Viren werden mobil


Mobiles Arbeiten war früher das Privileg von Führungspersönlichkeiten. Erste Notebooks hatten das Gewicht und die Größe einer gut gefüllten Reisetasche, waren aber in gewisser Weise mobil. Da der Preis nahezu unerschwinglich war, galten diese Geräte als absolute Statussymbole. Dabei war die Leistung des Computers aus heutiger Sicht so gering, dass jedes aktuelle Mobiltelefon die Schnelligkeit des PCs von damals ohne Probleme überbietet. Generell haben Mobiltelefone die Welt längst erobert. Seitdem das mobile Telefonieren für alle Teile der Gesellschaft erschwinglich und verfügbar ist, nehmen auch die Neuerungen der Telefone rapide zu. Waren polyphone Klingeltöne vor 10 Jahren der letzte Schrei, so sind es heute Smartphones mit GPS-Übertragung und Multimedia-Anwendungen.

Generell hat sich das Mobiltelefon nahezu zu einem Computerersatz entwickelt, seitdem man mit ordentlicher Internetgeschwindigkeit ins Netz kann. Schaut man sich in der U-bahn um sieht man, dass das Surfen im Internet zweifelsohne zu den Lieblingsbeschäftigungen der Fahrgäste gehört. Dabei werden eigentlich schon genug überflüssige Dateien durchs Netz geschickt. Jetzt werden noch zusätzlich Statusmeldungen von aufstrebenden Jung-Bankern bei Twitter verschickt, die ihren Freunden in den Sozialen Netzwerken über die nächste Gehaltserhöhung und Bonuszahlung informieren müssen. Man kann nicht behaupten, dass sich der Informationswert erhöht hat, lediglich die Datenflut hat zugenommen.

Doch mit dem Zugang zum Internet über das Handy haben sich auch Probleme breitgemacht, die man vom heimischen Computer leider nur zu gut kennt. Längst sind Viren aber auch Trojaner auf den Mobiltelefonen unterwegs, die sich jeden Tag global weiterverbreiten. Während es beim PC prima Möglichkeiten gibt, kostenlose Scans des Systems durchzuführen und so den Computer auf bösartige Software zu untersuchen, gibt es für Handys noch kein so benutzerfreundliches Hilfsmittel. Vor ein paar Jahren hätte es auch niemand für nötig gehalten, sein Telefon mit Hilfe von Antivirensoftware vor Malware oder Spyware schützen zu müssen. Doch moderne Handys sind längst mit einer solchen Rechenleistung ausgestattet, dass sie problemlos als mobile Alternative genutzt werden können. Zumindest lassen sich prima Emails empfangen, Termine organisieren und alle Informationen mit dem Computer synchronisieren. Doch genau diese Schnittstellen sind es, an denen Gefahren bestehen. Der Datenschutz im Internet stellt das größte Problem der mobilen Nutzung dar. Dort, wo persönliche Informationen ausgetauscht werden, versuchen Hacker gezielt diese Daten abzufangen und an Dritte zu veräußern.

Jedem Handynutzer, der sein Smartphone auch für das Surfen im Internet verwendet, sollte mit der gleichen Vorsicht agieren, wie er es am stationären PC ebenfalls macht. Inhalte sollten stets kritisch geprüft, Informationen nicht ohne weiteres weitergegeben und unsichere Websites nicht besucht werden. Vorsicht ist auf jeden Fall besser als Nachsicht. Viren von Handys zu entfernen ist leider noch nicht so einfach, wie vom Computer und wichtige Nummern und Kontakte sind schneller weg, als man sich vorstellen kann.

Dienstag, 9. August 2011

Zum Geburtstag alles Gute!


Zum Geburtstag wünscht man neben zahlreichen Glückwünschen vor allem auch Gesundheit. Und bei kaum einem Geburtstagskind wären Genesungswünsche angebrachter als beim Internet. Das World Wide Web wird 20 Jahre alt und muss sich längst nicht mehr mit Kinderkrankheiten rumplagen, sondern vielmehr mit ersthaften Infektionen und Bedrohungen durch Viren und Trojaner. Wann der Brite Tim Berners-Lee sein digitales Kind zur Welt brachte, ist nicht genau bekannt. Die Ursprungsprogrammierung fand bereits 1989 statt, in die weite Welt entlassen wurde dieses Hypertext-Dokument (http) jedoch erst zwei Jahre später - und erlebte von da an einen rasanten Aufstieg.

Ende der 90er Jahre verbreitete sich das Netz auch flächendeckend in den Privathaushalten. Zuvor wurde es primär zum schnellen Datenaustausch zwischen Forschungseinrichtungen genutzt. Was man heute unter Surfen im Internet versteht, war vor Jahren noch mit viel Geduld verbunden. Die Internetgeschwindigkeit lag deutlich unter dem, was man heute selbst mit dem Handy erreicht. Aber an der Faszination des Netzes änderte dies nicht. Privatleute hielten es für notwendig, mit einer eigenen Internetseite im Netz vertreten zu sein. Die Selbstdarstellung war schon früh ein wichtiger Bestandteil der Internetkultur und setzt sich heute in Form von Sozialen Netzwerken wie Facebook konsequent fort. Wie viele überflüssige Dateien und sinnlose Informationen bislang durch die Welt geschickt wurden, lässt sich nicht einmal erahnen. Jeder noch so kleine Tweet bei Twitter kann bereits tausende Follower in Echtzeit erreichen.

Natürlich profitierte das Internet auch von der stetig wachsenden Schnelligkeit des Computers in den Privathaushalten und der folgenden Optimierung des Internets, wodurch Daten mit noch größerer Geschwindigkeit gesendet und empfangen werden können. Doch der hohe Datenverkehr führt leider auch zur schnellen und unkontrollierten Verbreitung von bösartiger Software. Kaum ein Computer, der nicht mit Malware befallen ist. Konnten Viren früher nur durch korrupte Dateien auf Floppy-Disks verbreitet werden, so sind die Infektionswege über das Internet deutlich größer. Der Schutz des PCs hat an Wichtigkeit zugenommen. Sensible Daten können bei unzureichender Abschirmung gegen Angriffe von Außen schnell durch Überwachungssoftware in die Hände Dritter gelangen.

Zur Zeit agiert das Internet wie ein rebellierender Teenager, der die Grenzen auslotet und sich am Rande der Legalität aufhält. Hin und wieder kommt es mit dem Gesetz in Konflikt, da es „falsche Freunde“ in Form von kriminellen Nutzern hat. Der Umgang mit dem World Wide Web erfordert erhöhte Aufmerksamkeit gegenüber Bedrohungen, die sich häufig unbemerkt auf dem eigenen PC installieren.

Der Vater des Internets ist sich der Gefahr seiner Schöpfung durchaus bewusst und ruft die Nutzer zum kritischen und sorgsamen Umgang auf. Auf seiner Website schreibt er: „Jede mächtige Technologie kann guten oder schlechten Zweck erfüllen“. Damit richtet er sich vor allem an Cyberkriminelle, die seine Kreation missbrauchen, um anderen Menschen oder Institutionen Schaden zuzufügen. In diesem Sinne gratuliert man mit Vorsicht und wünscht dem Netz alles Gute für die nächsten Jahre.

Bildrecht

Freitag, 1. Juli 2011

Neues aus dem Netzwerk


Social Media ist das Schlagwort, das einem aus allen Branchen entgegenschlägt. War es vor einiger Zeit noch das Web 2.0 und unabhängig davon das E-Business, so sind es heute die sozialen Netzwerke die als Meilenstein des Internets und seiner Entwicklung angesehen werden. Es gibt kaum ein Unternehmen, das nicht mit einer Fanpage bei Facebook vertreten ist und so vermeintlich im direkten Kontakt mit seinen Kunden und den Verbrauchern steht. Aktuellste News werden über Twitter in die Welt geschickt und durch das Bloggen in Corporate Blogs sollen vermeintliche Insights aus der Firma verbreitet werden. Man präsentiert sich gerne als familiäre Gemeinschaft - mit eigenen Regeln und eigenen Umgangsformen. Viele Chefs tun sich noch immer schwer damit, dass auf formelle Anreden verzichtet wird und man seine Kunden direkt anspricht. Doch der Ablauf im Social Media Bereich ist sehr dynamisch und auf einen gemeinsamen Dialog ausgelegt. Dieser kann nur stattfinden, wenn die Kommunikation benutzerfreundlich ist und nicht durch formelle Hürden gestört wird.

Es scheint, als sei der Markt gesättigt. SchülerVZ und StudiVZ bedienen in Deutschland Schüler und Studenten, Geschäftskontakte werden über Xing gepflegt und ein Profil bei Facebook hat jeder noch zusätzlich. Einstiege Riesen wie MySpace fristen mittlerweile nur noch ein Nischendasein. Das einstig hochumjubelte und millionenschwere Unternehmen, das vor allem Künstlern und Musikern als Plattform diente, musste ordentlich Federn in Form von Mitgliedern lassen. Wurde MySpace 2005 noch für 580 Millionen Dollar an den australischen Medienmogul Rupert Murdoch verkauft, so trennte sich sein Unternehmen zum vergleichsweise kleinen Kurs von 35 Millionen Dollar von dem Online-Netzwerk.

Umso erstaunlicher ist, dass Google nun mit einem eigenen Social Network auf den Markt tritt. Einst nur als Suchmaschine bekannt, hat sich das Unternehmen zum nahezu uneinholbaren Riesen im Internet entwickelt, der in immer mehr Sektionen übergreift. Ein eigener Browser und ein browserbasiertes Betriebssystem waren schon deutliche Signale. Mit Google+ will das Unternehmen nun auch den lukrativen Markt der sozialen Vernetzung abgrasen und greift dabei auf einen großen Erfahrungsschatz und eine einzigartige Infrastruktur, ein weltumspannendes Netzwerk an Google-Kunden, zurück. Man setzt auf benutzerfreundliche, intuitive Bedienbarkeit und will auf diese Weise Personen mobilisieren, die sich nicht erst auf einer Plattform anmelden möchten. Niemand muss Mitglied werden, denn Nachrichten und Fotos können auch an Nutzer anderer Email-Dienste geschickt werden. Über einen extra Link können diese Inhalte dann eingesehen werden.

In wie weit sich Google mit Facebook messen kann, bleibt abzuwarten. Nichtsdestotrotz wird durch diesen Schritt die Wichtigkeit von Sozialen Netzwerken unterstrichen, die immer mehr den Alltag bestimmen und auch das Surfen im Internet prägen. Google scheint zur Allmacht im Internet aufsteigen zu wollen und geht mit diesem Projekt einen großen Schritt weiter Richtung Ziel.

Freitag, 6. Mai 2011

Voll vernetzt ist halb gewonnen


Vor kurzem habe ich mir einen neuen Fernseher zugelegt, da ich noch immer ein altes Röhrengerät besaß und dieses nach der Renovierung meines Wohnzimmers gar nicht mehr in das moderne Ambiente passte. Im Vorfeld habe ich mich im Internet über die unglaublich umfangreiche Auswahl an Geräten informiert und bei Google nach Testergebnissen gesucht. Ich war überrascht, dass moderne Fernseher heute viel mehr komplette Multimedia-Center sind und nicht bloß alte Flimmerkisten von denen man sich berieseln lässt. Mein zukünftiger Fernseher ist also nicht nur mit Full HD ausgestattet, sondern lässt sich auch in mein Netzwerk integrieren. Mit einem eingebauten Wlan-Router lässt er sich ganz unproblematisch mit dem Internet verbinden. Jetzt kann ich auf der Couch sitzen und nebenbei Surfen, wie praktisch ist das denn? Eigentlich könnte ich jetzt meinen PC prima in die Ecke stellen aber ganz überflüssig ist er zum Glück noch nicht. Er ist vielmehr das Herzstück meines Netzwerkes: Von ihm aus wird Musik an meine Hi-Fi Anlage geschickt, die ich mit meinem iPod steuere. Mit dem neuen Fernseher kann ich Filme, die auf meinem PC gespeichert sind, direkt auf dem großen Bildschirm ansehen.

Natürlich kann ich auch ganz normal TV gucken. Damit ich dabei aber nicht einsam bin, sind sogar Widgets für Soziale Netzwerke integriert. So kann ich direkt bei Facebook meinen Status ändern und meinen ganzen Followern bei Twitter mitteilen, welchen Film ich mir gerade ansehe. Ob das notwendig ist? Ich weiß es nicht aber es macht eine Menge Spaß! Ich hoffe nur, dass dem Fernseher nicht irgendwann dasselbe Schicksal widerfährt wie dem PC und der ganze Spaß durch Viren und Trojaner ein jähes Ende findet. Ich wüsste nämlich nicht, wie ich Software gegen solche Angreifer auf meinem TV installieren sollte.

Nein, mein TV wird meinen Computer nicht ersetzen. Er dient lediglich der Ergänzung und fügt sich prima in mein Unterhaltungsnetzwerk ein. Die Leistung des Computers ist einfach größer und auch die Internetgeschwindigkeit ist am PC deutlich höher. Ein TV-Gerät ist einfach nicht darauf ausgelegt als vollwertiger Computer zu fungieren. Ich bevorzuge zum Bloggen und Surfen dann doch lieber den PC, wobei es sicherlich auch schon Funktastaturen gibt, die sich mit dem TV-Gerät verbinden lassen. Die Bedienung am Fernseher ist aber nicht so benutzerfreundlich wie am regulären Computer und ehrlich gesagt bin ich auch einer von denen, die den Fernseher im Hintergrund laufen lassen, während sie am Computer arbeiten. Damit befinde ich mich in guter Gesellschaft wie ich letztens erst gelesen habe.

Ich mag mein neues Mitglied in meiner Netz-Familie und bin gespannt, wann ich endlich auch mit meinem Kühlschrank ins Internet kann um direkt neue Milch zu bestellen sobald die alte leer ist. Lange kann es nicht mehr dauern...

Montag, 2. Mai 2011

Hochzeit auf allen Kanälen


Die Traumhochzeit in England hat in den letzten Tagen die Medien dominiert. Berichterstattungen in allen Zeitungen, TV-Kanälen und im Internet haben die Menschen schon auf dieses Highlight eingeschossen, dass man gar nicht drumrum kommen konnte. Alle großen Fernsehkanäle waren mit Live-Reporten vor Ort und haben alles kommentiert, was sich dort gerade tat oder noch zu tun hatte. Natürlich fieberten alle dem „Ja“-Wort und dem feierlichen Kuss entgegen.

Selbst auf der Arbeit konnte ich mich diesem Event nicht entziehen. Da ich zu Recherchezwecken häufig auf Nachrichtenseiten unterwegs bin, wurde ich durch Newsticker über den aktuellen Stand oder dem Aufenthaltsort der Kutsche informiert. Die Internetgeschwindigkeit mit der ich dabei surfe ermöglichte es sogar, dass Live-Streams auf dem PC prima zu sehen waren. Alle Nutzer konnten das soeben gesehene in Echtzeit kommentieren. Interessant wurde es, als das mit Hochspannung erwartete Brautkleid zum ersten mal der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Ein Plug-in für Soziale Netzwerke verknüpfte sowohl Nachrichten von Facebook wie auch über den Microblog Twitter. Während die Journalisten vor Ort direkt Tweets schickten und über den feinen Stoff des Kleides zwitscherten, mussten sich die Zuschauer am Fernseher oder Computer mit den Aussagen der Kommentatoren begnügen, die das Hochzeitskleid wahlweise als schneeweiß, creméfarben, elegant oder extravagant beschrieben. Wahrscheinlich ist die Leistung des Computers bei mir nicht ausreichend oder der Bildschirm gibt die Farben nicht farbecht wider, denn irgendwie passte keine Beschreibung auf das, was ich sehen konnte.

Das hat mir wieder einmal vor Augen geführt, dass man nicht alles glauben soll was man erzählt bekommt und selbst nicht auf das vertrauen soll, was man sieht. Bei Werbung weiss man ja längst, dass mit spezieller Software das Beste aus jedem Foto rausgeholt und das Model zur perfekten Schönheit retuschiert wird. Eine Leistungsoptimierung des Bildes, quasi. Die Wirkung verfehlt es sicher nicht, wenn jeglicher Makel digital bearbeitet ist. Leider beeinträchtigt soviel Perfektionismus das Auffassungsvermögen des Betrachters und vermittelt einen Idealtypus Mensch, der sich vor allem unter jungen Menschen wie ein Virus verbreitet. Man muss sich nur einmal bei Facebook umsehen und wird unzählige Profilfotos sehen, auf denen das Streben nach Schönheit und Anerkennung seinen Ausdruck findet.

Einige Firmen haben bereits reagiert und wollen diesem Schönheitswahn einen Riegel vorschieben indem sie in ihren Kampagnen gezielt auf die natürliche Schönheit ihrer Models setzen. In wie weit sich dieses Vorhaben auf Dauer durchsetzt bleibt abzuwarten. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist aber so schoneinmal gemacht.

Die frisch vermählte Prinzessin hatte für ihren großen Tag auch einen ganzen Stab an Stylisten und Makeup-Artisten um sich. Dennoch hat sie ihre natürliche Ausstrahlung bewahrt und die Massen begeistert. Und ich gebe zu, dass auch ich gebannt am Bildschirm saß. Es war doch eine Hochzeit, von der jeder als Kind einmal geträumt hat und für mich war sie selbst am PC prima.